Der Mann und ich, wir sitzen nächsten Mittwoch im Flugzeug nach Izmir. Sie sind überrascht? Ich auch. Die Reise bekamen wir, dank eines für uns glücklichen, für andere eher nicht so glücklichen Umstand, geschenkt. Meine Chefs sind großzügig und schaufeln mir die Woche frei, parallel sind Semesterferien und der Mann kann auch. Ich freuemichichfreuemichichfreuemich. Obwohl eine Freundin gleich bedenken hatte: aber du weißt was da gerade so in Ägypten…? Ja, weiß ich.
2 von 4 Noten habe ich bisher erhalten, und ich bin sehr zufrieden. Obwohl ich ja zeitweise gedacht habe dieses Semester wird das furchtbarste des Jahrhunderts. Aber ne, das kommt wohl noch.
Btw1: zufällig Leser anwesend die schon mal in Izmir/Umgebung waren und wissen was man unbedingt gesehen/getan haben muss wenn man schon mal touristisch unterwegs ist?
Notiz an mich, für später dann: erst Fußnoten überprüfen, Passagen ggf so umschreiben dass es aussieht als hätte ich diesen klugen Schluss gezogen, und erst dann Ministerdings werden. Einen Schritt auslassen kommt nicht so gut. 1
1. Ein bisschen Mitleid bekommt er ja von mir, der Dr. G. Aber das ist nichts was man laut sagen darf, oder?
Mittlerweile fühlen sich die Ferien auch wie Ferien an. Oder zumindest wie Tage mit Arbeit, aber ohne Studium.
Am Montag war ich in der Bibliothek und lieh mir zwei Bücher aus. Besonders mit Hinblick darauf, dass der Mann und ich ans Meer fahren wollten und ich eigentlich nicht nichtstuend in der Sonne liegen kann.
Am Meer waren wir dann auch am Mittwoch. Gelesen habe ich bloß gar nicht viel. Ein bisschen gesonnenbadet, ein bisschen gebadet, ein bisschen Federball ins Watt fallen lassen, ein bisschen gegessen. Zack, 8 Stunden um.
Duhnen/Cuxhaven ist übrigens ganz nett. Sauberer Strand, 3 Euro Kurtaxe, Parkplatz nicht ganz so weit und diverse schlechte Futterbuden. Zwar doch einige nackte Rentner und laute Kinder – aber die hat man ja überall. Ohne zweitere hätte die graue Krabbe, die sich nicht weit von uns ins Watt grub, auch bestimmt nicht so viel Spaß gehabt. Und hätte nicht diverse bunte Plastikeimer von innen gesehen, bevor sie von angeekelten Müttern wieder zurück in den Schlick gekippt wurde.
Ich hatte leider keinen Eimer dabei.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Oder so ähnlich.
Alle Prüfungen sind für mich nun gelaufen und heute ist mein erster “Ferientag”. Arbeiten muss ich erst Donnerstag wieder.
Der eigentliche Plan war ja, in Ermangelung anderer zeitfüllender Hobbies, mal wieder zur Bibliothek zu fahren und mir ein Buch auszuleihen. Die hat heute aber dicht. Schade. Es ist tatsächlich in den letzten Semesterferien gewesen, dass ich das letzte mal ein Buch gelesen habe. Obwohl ich doch eigentlich sehr gerne lese. (Die ganze Arbeit an dem now-reading-Plugin rentiert sich nun also gar nicht.)
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Wir haben hier 100°. Mindestens. Wenn nicht noch viel, viel mehr. Ich liege im Garten auf der Liege und habe mir den meist-schattigsten Platz dafür ausgesucht, denn an in der prallen Sonne zu sitzen ist momentan nicht mal zu denken. Außerdem liebäugle ich mit einem Planschbecken für die Füße.
Der Mann und ich, wir zwei, wir machen dieses Jahr keinen Urlaub mehr. Schade ist das, und deswegen müssen wir das irgendwie kompensieren.
Im Laufe der kommenden Woche fahren wir also mal einen Tag ans Meer. Cux, wir kommen.
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Du hast aber doch eine Klimaanlage im Auto? fragt Schwiegervater gestern, als ich tropfnass nach bald 3 Stunden Fahrt aus dem Auto steige. Nein, bloß 4 offene Fenster.
Jetzt haben wir die 3 Wochen im Jahr erreicht, in denen ich doch denke dass Autos ohne Klimaanlage das rückschrittlichste auf Erden sind. Aber keine Sorge, das geht auch wieder vorbei.
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Heute wird dann das letzte mal hochoffiziell WMbedingt gegrillt. Schade.
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Prüfungsergebnisse gibts dann nächste/übernächste Woche.
Wissen Sie, was demnächst ein absoluter Luxus für mich sein wird, auf den ich mich auch schon extrem freue?
Ich sags Ihnen.
Ich werde zur Bibliothek fahren (ich hab da ja jetzt einen Ausweis für) und mir ein Buch ausleihen. Und wenn ich mal nicht arbeiten muss, werde ich mich locker-flockig auf die Gartenliege legen und einfach mal nichts tun. Also nichts, außer Lesen natürlich.
Nichts tun ist gerade eigentlich unvorstellbar. Sogar wenn ich duschen bin, bin ich gedanklich bei einem linearen Gleichungssystem und der Bestimmung dessen Lösbarkeit. Neulich nachts hatte ich die Erleuchtung für ein Problem in der theoretischen Informatik. Als ich dann wieder wach war und an der Aufgabe saß, war der Ansatz sogar gar nicht so verkehrt. Hach.
Noch 4 Tage.