
Schon lange nicht mehr gehabt: Frukost von Ikea.
Wissens, jetzt wo ich dank der Wunde und dieser förchterlichen Schiene am Gaumen nichts essen kann was fester als Kartoffelpürree ist, habe ich Gelüste.
Toastbrot mit Nutella. Graubrot mit Mortadella. Ma-yo-nai-se. Bockworschd mit Kartoffelsalat. Baguette. Ein Ei. Quark mit Schnittlauch. Joghurt. Eine Tomate.
Ach das ist so blödblödblödblöd.
Am Sonntag kann ich die Schiene rausnehmen und dann endlich wieder richtig essen. Hoffentlich.
Eigentlich frühstücke ich ja nicht. Wenn ich morgens arbeiten muss, dann bin ich noch so müde, dass selbst der Kaffee nur mit unterdrücktem Ekel getrunken werden kann. Ein Brot ginge mal überhaupt nicht.
Und wenn ich nicht, oder erst spät, arbeiten muss, dann habe ich nicht den Drang zwischen Morgenkaffee und Mittagessen noch zu essen. Das verdirbt mir nur zweiteres.
Jedenfalls war das bis vor kurzem so.
Eine Ausnahme habe ich entdeckt, das beste und glücklichmachenste Frühstück ever:
Vanillejoghurt mit einer kleingeschnittenen Nektarinen und, wenns mal üppiger werden soll, eine Banane dazu.
Wahnsinn, wie gut das schmeckt. Und gleichzeitig habe ich das Gefühl meinem Körper was Gutes zu tun – so richtig regelmäßig esse ich normalerweise nämlich kein Obst.
So. Und nun: gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Heute mal etwas improvisiert.
Für mich gab es die mit Paprika, Schafskäse und griechisch gewürztem Hackfleisch gefüllten Paprika. Dazu Tomatenreis.
Der Mann hat den Rest vom Hackfleisch bekommen, allerdings ohne Paprika und Schafskäse, dafür mit Schmand und Käse überbacken.
Joa, kann man noch mal essen.

Das Corpus Delicti.
Wieso liegt da eine schimmelige Zwiebel?
fragt der Mann und zeigt auf die Feige, die ich ihm mitgebracht habe.
Ich habe noch nie frische Feigen gegessen. Deswegen habe ich uns, weil sie gerade im Angebot waren und ich schon von der frische Ananas von letztens so begeistert war, 2 Stück mitgebracht.
Meine aß ich alleine. Feierlich, nachdem ich den ganzen Nachmittag mit Lernen verbracht hatte.
Und, was soll ich sagen. War dann doch eher so naja. Keine fruchtige Geschmacksexplosion, wie ich erwartet oder gehofft hatte. Eher mäßig süß, diese Kerne dadrin sind auch eher komisch, die ganze Konsistenz einer frischen Feige ist für mich gewöhnungsbedürftig.
Der Mann aß seine Feige dann auch nicht. Aber weil Sie mir zu teuer zum wegwerfen gewesen sind, habe ich sie in ganz viel Joghurt, zusammen mit einer Banane, ertränkt und wenig gekaut zu mir genommen. Da hat sie dann gar nicht mehr so schlecht geschmeckt.
Naja. Wissenma das jetzt auch.