Ja, echt mal. Ich weiß gar nicht, ob ich das schonmal erzählt habe, aber: ich hatte in meiner Anfangszeit wirklich Probleme damit, die Obst und Gemüsesachen auseinander zu halten.
Es ist so, dass es Früchte gibt, die abgewogen werden müssen und welche, die einen Einzelpreis haben. Die abzuwiegenden Sachen sind mir egal. Da müssen sich die Kunden selber drum kümmern. Bei den Einzelpreisfrüchten muss ich allerdings die PLU Nummer in die Kasse eingeben. Dazu muss ich wissen, welche Nummer zu welchem Gemüse gehört. Die gängigen Sachen wie ein Bund Suppengrün, der Blumenkohl oder die Gurke habe ich schnell auswendig gelernt. Bei allen anderen Sachen kann ich nachschauen. Und da beginnt das Problem.
Kunde A bringt mir ein Dings an die Kasse. Ich stufe es als Gemüse ein. Es ist irgendwie so weiß. Geformt ähnlich wie ein Radieshchen. Das Grün das oben dran wächst, könnte auch zu einer Sellerieknolle gehören. Aber eigentlich könnte es auch eine Mischung aus Kohlrabi und Fenchel sein. Naaa?
Ich frage den Kunden und sehe wie der dümmste Mensch auf Erden aus.
Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. Das Problem hat sich im Laufe der Wochen nämlich sogut wie gelöst. Ich hab zwischendurch mal ein bisschen Zeit in der Gemüseabteilung verbracht und zuhause mal gegooglet. Nun weiß ich, dass das eben beschriebene eine Mairübe war.
So. Erzählen wollte ich nun eigentlich von meiner Unfähigkeit solch exotischer Gemüse zu verwerten.
Ich koche mittlerweile ja echt gerne und auch sehr gerne frisch. Mit diversen Rezeptseiten verbringe ich viel Zeit und meistens kommt da auch was tolles bei rum (von heute mal abgesehen, aber das sprengt nun den Rahmen).
Aber was macht man bloß mit
- Mangold
- Wirsing
- China/Spitzkohl
- Radiccio
- Chicoree
- Fenchel
- Zitronengras
- Rettich
?
Ratlos, sehr ratlos.

Wirsingeintopf mit Hackfleisch! Süß-sauren Chicoreesalat! Fenchel zusammen mit Paprikaschnitzen, Gurken- und Möhrenscheibchen zum Joghurt-Dip! Rettichsalat! Und für die anderen Gemüsesorten hat doch bestimmt Chefkoch.de noch einen Tipp
Kommentar von Kathrin — 4. Februar 2010 um 21:22
mit sachen deren geschmack ich nicht kenne bin ich, sagen wir mal, vorsichtig
das mit dem fenchel werde ich aber mal ausprobieren.
Kommentar von sarah — 5. Februar 2010 um 14:55
Rettich schneidest du in möglichst dünne Scheiben (scharfes Messer oder Gurkenhobel verwenden), gibst das ganz schichtweise in einen tiefen Teller und bestreust die einzelnen Schichten mit etwas Salz. Danach deckst du das Ganze mit einem anderen (natürlich umgestülpten) tiefen Teller ab und lässt es etwa zwei Stunden an einem nicht zu kühlen Ort stehen. Das Salz zieht den Saft aus dem Rettich und macht ihn mild und würzig. Dazu isst man ein simples Butterbrot.
Wenn du anstelle von Salz Kandiszucker verwendest, ergibt die entstehende Flüssigkeit nach ca. 12 Stunden einen prima Hustensirup (altes Hausrezept von meiner Großmama), der allerdings nicht annähernd so lecker schmeckt wie die salzige Variante.
Gruß aus Radi-Land (Bayern)
Kommentar von Cliff McLane — 5. Februar 2010 um 18:30
Es gibt da ein Rezept zu Fenchel in Weinsauce… kann ich Dir demnächst mal mailen
Sehr lecker!
Kommentar von Broken Spirits — 6. Februar 2010 um 23:18
Also mit Chinakohl kann man ein tollen Salat machen. Einfach wie Salatherzen anmachen mit Öl, Salz Wasser und Pfeffer (und Knobi, nach Belieben) Ist meist preiswerter als anderer Salat und dennoch nahrhaft.
Chicoree kann man ganz toll in der Hälfte zerschneiden und dann beidseitig einfach mit etwas Salz und Butter un einer Pfanne anbraten. Dann wird es so schön weich und glasig und schmeckt dann hervorragend mild und ein klein wenig nussig und bitter. Aber angenehm eben.
Mangold kann man prima zum Einpacken von Hackfleisch benützen oder aber wie Spinat kochen. Muss man aber mögen, das so zu zerkochen…
Radicchio sollte man IMMER mit anderen Salatsorten mischen, weil er sehr kräftig und bitter ist. Aber zusammen mit Rucola, Eisbergsalat, Romanasalat (Salatherzen). Dazu passen alle vorstellbarewn Dressings, sei es mit Senf und Honig oder einfach wieder Salz-Pfeffer-Öl… oder mirwegen Balsamico, den mag ich aber nicht sooo gern.
Aus Wirsing kann man einen tollen Hackfleisch-Topf machen. Einfach Zwiebeln braten, dann den Wirsing dazu und dann schöön weich dünsten. Nebenbei kleine Hackklößchen formen und braten und dann am Schluß, wenn Wirsing schön weich, dazupacken. Das ganze mit Butterkartoffeln anrichten und Guten Mampf ^^
Ich hoffe es hilft ^^
Kommentar von Kes — 13. Februar 2010 um 11:56