Mal eben so, alle Schränke leergerfegt. Arm rein, Sachen raus. Sachen sortiert, zusammengelegt, in Stapel gebracht. Wieder in den Schrank gelegt.
Erstaunt, ob der Sachen die man da so findet. Das ein oder andere Lieblingsteil, das irgendwie und irgendwann mal verloren gegangen und dann in Vergessenheit geraten ist. Wunderlicher und wunderbarer Weise wiedergefunden. Nun glücklich. Danke.

(Schmerzvoll, aber: auch ein paar Teile für den Kleidercontainer aussortiert. Mit 22 bin ich zu alt für bauchfrei und supereng. Hat man mir das in meiner jugendhaftigkeit vielleicht noch verziehen, sieht das heute albern aus. Wurde nun also mal Zeit, die letzten Überbleibsel auszusortieren. Passt mir sowieso alles nicht mehr.)
Ich habe nun einen Bibliotheksausweis. Wie damals, als ich 10 war und ein Buch überzogen habe. Die Säumnisgebühr habe ich nie bezahlt. Vermutlich schulde ich dem Land Bremen nun 24.000€.
Jetzt fahr ich doch zur Cebit. Jetzt gleich so. Nundenn, man darf gespannt sein.
(Wer mich da sieht und hallo Sarah ruft, bekommt nen Keks.)
“Entschuldigung?” spricht mich eine ziemlich alte Kundin an, als ich auf dem Weg von meiner Pause zurück an meine Kasse, durch den Markt laufe.
“Die Sachen hier in den Regalen, die stehen alle viel zu hoch!” spricht sie und deutet auf die oberste Regalreihe.
Nunja. Für jemanden, der vielleicht 1,45m groß ist, ist das wirklich hoch. Das ist nicht übertrieben – die Frau war wirklich winzig klein.
Sie deutet immer noch aufs oberste Regal.
- Soll ich Ihnen etwas herunterholen?
“Nein. Ich wollte das nur mal jemandem sagen, damit Sie bescheid wissen!”
- …okay, danke. Ich leite das weiter.