“Guten Tag, zwei Rosen, einen kleinen Strauß in weiß mit Lilien und so eine Karte da bitte.”
- “Gerne. Als Geschenk verpackt?”
“Nö, zum hier essen bitte.”
“Guten Tag, zwei Rosen, einen kleinen Strauß in weiß mit Lilien und so eine Karte da bitte.”
- “Gerne. Als Geschenk verpackt?”
“Nö, zum hier essen bitte.”
Ich habe ja schonmal über die Autohauskette, die ihre Rechnungen nicht bezahlen wollen berichtet.
Vorhin rief wieder einer von denen an. Ich nenne ihn mal Herrn Meyer – der ist bei uns gut bekannt und bestellt desöfteren was. Jedenfalls wollte er einen Strauß für 12 Uhr “wie immer”.
Klar, machen wir.
Um Punkt 12 stand ich dann im Autohaus und wollte den Strauß abliefern. Mittlerweile halten wir es so, dass wir uns die Lieferungen quittieren lassen – so können die Menschen dort die Rechnung besser nachvollziehen und wir bekommen unser Geld.
“Guten Tag Blumenladen [xy], ich habe hier den bestellten Strauß für Herrn Meyer.”
- “Ah danke, legen sie den bitte hinter den Tresen?”
“Ja, gerne. Ich bräuchte noch eine Unterschrift von ihnen, dass der Strauß angekommen ist.”
- “Der ist aber doch für Herrn Meyer und nicht für mich?!”
“Ja… aber sie nehmen den doch nun entgegen. Wir brauchen eine Unterschrift für die Rechnung…”
- “Ne, das unterschreibe ich nicht. Ich hab den ja nicht bestellt.”
“?! Ist der Herr Meyer denn im Hause? Dann kann er mir das ja unterschreiben.”
- “Ne, der ist nicht da.”
“Nunja. Dann haben wir jetzt ein Problem. Ihr Kollege hat einen Strauß für 12 Uhr bestellt. Es ist 12 und hier bin ich mit dem Strauß. Ich bräuchte einfach nur eine Unterschrift dass der auch angekommen ist…”
- “Da kann ich ihnen nun aber wirklich nicht helfen. Herr Meyer ist nicht da und ich kann das nicht annehmen.”
“Wenn ich den nun wieder mitnehme, stellen wir Ihnen das aber trotzdem in Rechnung.”
- “Wieso das denn?!”
Ich brauche nicht erzählen, dass meine Geduld schon seit 5 Minuten am Ende war. Der nette Herr war trotzdem uneinsichtig und ich habe ihn nicht dazu bewegen können den Strauß anzunehmen. Ich habe ihn also wieder mitgenommen und meiner Chefin die ganze Geschichte erzählt. Und nun ratet mal, wer ca 20 Minuten später angerufen hat und sich nach dem Verbleib seines bestellten Straußes erkundigt hat. Richtig. Der Herr Meyer.
Ich durfte also nochmal losfahren. Vorher habe ich aber noch einen neuen Lieferschein geschrieben. Mit doppelten Lieferspesen.
Irgendwo hörts echt auf. Mit dem Verein haben wir nur Ärger.
Die Rechnungen von mitte November bis mitte Dezember haben die übrigens noch immer nicht bezahlt.
… sprach er und gab Gas.
Es kam niemand. Aber das hätte auch böse ins Auge gehen können.
Ich finde ja, alte Leute sollten nicht mehr Auto fahren dürfen. Oder nur nach einem Seh- und Reaktionstest.
Naja. Nun habe ich wieder eine Woche Gnadenfrist, bis ich mit meinem Seniorchef wieder auf Tour muss. Dieses mal hab ichs überlebt. Der Pfeiler vor unserem Laden allerdings nicht.
